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Geschichte der Herbert-Karrenberg-Schule

1900 - 1950

1906

Der Rat der Stadt Neuss beschließt am 3. Januar 1906 ab Ostern (Schuljahresbeginn war damals nach den Osterferien) eine Sonderklasse für Knaben einzurichten. Damit erhält Neuss sehr früh eine Hilfsschule. Nur Wuppertal und Mönchengladbach (Hephata) eröffnen sie ähnlich früh. In einer Baracke (alten Feuerwache, Michaelstraße) im Rathausgarten wird diese Sonderklasse zunächst untergebracht.

1909

wird die Schule, die inzwischen 3-klassig ist, in den Garten des Städt. Invalidenhauses (St. Sebastianus) verlegt.

1912

erfolgt eine Erweiterung um eine Mädchenklasse. Auch das ist nicht selbstverständlich, da die Mädchenbildung noch in den Kinderschuhen steckt.

1916 - 1949

Die Schule muss immer wieder für andere Platz machen. 1916 erhält sie für ihre 4 Klassen 2 Räume in der Knabenfortbildungsschule am Hamtor, 1920 4 Räume in der evangelischen Volksschule, 1923 (Besatzungszeit je 1 Raum in der Ortskrankenkasse, der Mädchenberufsschule, sowie den Gastwirtschaften Turk und Hemmers (beide Neustraße), 1924 Umzug in die alte Schule, 1926 ins alte Krankenkassengebäude. Dies wird 1939 für die Hilfsschule umgebaut, wird aber schon im Oktober von Soldaten belegt. Ende November können 2 Klassen wieder benutzt werden, doch nur bis Januar 1940, dann werden die Räume erneut für militärische Zwecke beansprucht. 1941 erhält die Hilfsschule wieder 2 Räume bis sie 1942 in die Martin-Luther-Schule einquartiert wird. Diese ist durch militärische Nutzung total verwahrlost. Die 6 Klassen werden von 3 Lehrern in 2 Räumen bis 1944 in Schichten unterrichtet.

 

Von Januar 1944 bis August 1945 findet kein Unterricht mehr statt.

 

Erst ab August 1948 findet sich wieder ein Platz für die Hilfsschüler. Sie werden mit mehr als 1000 anderen Schülern aus 5 Schulen in der Rheintorschule (VHS; Hafen) untergebracht. Ostern 1949 endlich steht für sie auf der Promenadenstraße zum erstenmal ein eigenes Gebäude zur Verfügung, in dem die Schule bis 1957 bleiben wird. Da der Umbau zu Schuljahresbeginn aber noch nicht fertig ist, findet der Unterricht für die ersten 2-3 Wochen im Freien statt.

1923

Neben den üblichen Klassen wird eine Eingangsklasse für alle geistig zurückgebliebenen Kinder eingerichtet. Außerdem wird eine Sonderklasse gebildet, die das Ziel hat, Kindern die Rückführung in die Volksschule zu ermöglichen.

 

Besondere Sorge gilt der Begleitung ins Berufsleben. Die Schüler kommen nach der Schule überwiegend in Handwerksberufen unter. Sehr Schwache werden als Handlanger vermittelt. Entlassalter ist 14 Jahre. Wer nachweislich eine Stelle gefunden hat, kann auch schon mit 13 Jahren gehen.

 

1950 - 1980

1958

Die Schülerzahlen steigen so sehr an, dass die Klassen aus „allen Nähten“ platzen. Die Hilfsschule muss geteilt werden.

 

Hilfsschule I bleibt im Gebäude Promenadenstraße.

Hilfsschule II zieht in das Gebäude der Rheintorschule (heute VHS am Hafen).

 

1960: wird ein Neubau in der Nordstadt am Kivitzbusch errichtet (heute Leoschule).

 

Die Hilfsschule II. heißt nun „Schule am Kivitzbusch“.

1964 - 1968

Bundesweite Neuerungen

 

Im Hamburger Abkommen wird 1964 beschlossen, die Volksschule aufzugeben, an ihre Stelle treten Grund- und Hauptschule.

 

Nach zwei Kurzschuljahren wird der Beginn des Schuljahres von Ostern auf den 1. August des Jahres verlegt.

 

Der Name „Hilfsschule“ wird abgeschafft, die Schule heißt nun: „Sonderschule für Lernbehinderte (Sonderform der Volksschule)“ und etwas später „Schule für Lernbehinderte (Sonderschule)“.

1965 – 1969

Die Odyssee der Schule geht weiter. Zeitweilig sind die Mädchen in der Rheintorschule und die Jungen in der Münsterschule untergebracht. Nach dem Umzug in das alte Schulgebäude der Münsterschule (sie erhielt einen Neubau) werden 1966 Klassen nach Reuschenberg und Gnadental ausgelagert, dann muss die ganze Schule nach Grimlinghausen. 1969 wird die alte Dreikönigenschule an der Weingartstraße frei. Die Schule erhält endlich einen Ort, an dem sie bis 1977 bleiben kann.

1969

Der Stadtrat möchte die Schule „Pestalozzischule“ nennen. Die Schule lehnt dies ab. Sie möchte, dem Trend der Zeit entsprechend, nach der Straße benannt werden, an der sie liegt: „Schule an der Weingartstraße“ bzw. „Weingartschule“.

1977

Wegen sinkender Schülerzahlen wird der Standort „Weingartschule“ aufgegeben und mit der „Schule am Kivitzbusch“ zusammengelegt. Der 15. Umzug in den 70 Jahren des Bestehens, kleine Ortswechsel und Teilungen nicht mitgerechnet, wird vollzogen.

 

1980 - 2020

1981

Die „Schule am Kivitzbusch“ zieht in das Gebäude der ehemaligen „Hauptschule an der Neusser Weyhe“, die aufgelöst wurde. Es kommt zu dem Kuriosum, dass die ehemalige „Schule an der Neusser Weyhe“ jetzt „Schule am Kivitzbusch“ heißt, aber an der Neusser Weyhe liegt.

1989

Die Schule erhält am 9. Juni einen neuen Namen: „Herbert-Karrenberg-Schule“, benannt nach dem langjährigen Bürgermeister der Stadt Neuss, der eine besondere Liebe für die Schwachen und Benachteiligten hatte. Einen Monat zuvor hatte sich am 9. Mai der Förderverein gegründet.

1991

Die Tochter von Herbert Karrenberg, Alice Kallen, wird Vorsitzende des Fördervereins.

1993

Mit Beginn des neuen Schuljahres wird ein Schulhort eingerichtet, der um die 15 Kinder von montags bis donnerstags nach der Schule betreut.

1996

Der Bestand der „Schule für Kranke“, angesiedelt im Lukaskrankenhaus, gerät in Gefahr. Um eine Schließung zu verhindern, bietet die „Herbert-Karrenberg-Schule“ eine organisatorische und personelle Verbindung von zwei unterschiedlichen Schulen an. Die erste Verbundschule in Nordrhein-Westfalen entsteht.

1999

In Meerbusch wird die St.Mauritius Therapieklinik eröffnet. Nach Gesprächen mit der leitenden Ärztin der Neuropädiatrie, dem Schulträger und der Bezirksregierung beginnt die Herbert-Karrenberg-Schule im Jahr 2000 mit der Unterrichtung der Schüler und Schülerinnen der Schule für Kranke.

2004

Im Oktober findet ein Schulfest unter dem Motto „Herbert-Karrenberg-Schule – na LOGO!“ statt. Das neue Logo der Schule wird eingeführt.

2006

Ostern 2006 besteht unsere Schule 100 Jahre.

2007

Der Schulhort unserer Schule wird in eine OGS umgewandelt.

2012

Eröffnung eines weiteren Standortes: Schule für Kranke an der Psychosomatik des Lukaskrankenhauses in Neuss

2014

Die Stadt Neuss beschließt die Fusion der beiden Förderschulen „Schule am Wildpark“ und „Herbert-Karrenberg-Schule“ am Standort Neusser Weyhe. Die Schule behält den Namen „Herbert-Karrenberg-Schule“.

2015 - 2018

Umbau und Renovierung der Schule

2018

Der Kreis Neuss wird Träger der Herbert-Karrenberg-Schule

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