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Unterricht / Förderung

Klassenlehrerprinzip

An der Herbert-Karrenberg-Schule wird in allen Jahrgangsstufen das Klassenlehrerprinzip bevorzugt durchgeführt, da die Schülerschaft zur Unterstützung ihrer Persönlichkeitsentwicklung sowie der Stabilisierung ihrer Emotionalität erfahrungsgemäß eine feste Bezugsperson benötigt. Der Klassenlehrer unterrichtet also mit dem größten Teil seiner Stunden in seiner Klasse. Im Krankheitsfall des Lehrers / der Lehrerin hat das natürlich zur Folge, dass die Klasse für eben diesen größten Teil der Stunden durch Vertretung versorgt werden muss. Bei kurzfristigem Ausfall des Klassenlehrers haben wir uns für eine Kontinuität versprechende Regelung, die „Partnerklassen-Regelung“ entschieden. In jeder Klasse kennt jeder Schüler genau seine „Partnerklasse“, die er bei Ausfall seines Klassenlehrers aufsucht (jeder Schüler hat eine 2. Klasse). Die Schüler sind vom Klassenlehrer mit Arbeitsmaterial versorgt.

 

Neben der Einteilung der Klassen nach Jahrgangsstufen besteht an der Herbert-Karrenberg-Schule ein Stufenprinzip, das nachfolgend beschrieben wird:


Schwerpunkte in den Stufen

Die Unterstufe (Klasse 1 bis 4)

Das Hauptaugenmerk in der Unterstufe liegt zunächst darauf, Voraussetzungen für späteres Lernen zu schaffen, Möglichkeiten des sozialen Miteinanders zu erwerben sowie elementare Fertigkeiten und Kenntnisse in den Kulturtechniken zu vermitteln.

 

Erziehung

  • Förderung der Persönlichkeitsentwicklung

  • Erwerb sozialer Fertigkeiten

  • Erlernen von Regeln

Unterrichtsinhalte

  • Lesekompetenz und Schriftspracherwerb

  • Erlernen mathematischer Grundfertigkeiten

  • Vermittlung musischer, natur- und gesellschaftswissenschaftlicher Inhalte

  • Aufbau von Methodenkompetenz

Lebenspraktische Alltagsbewältigung

  • Hygiene

  • Ernährung

  • Verrichtung alltäglicher Dinge (Anziehen, Esskultur etc.)

  • Anbahnung eines eigenverantwortlichen Handelns

  • Sensomotorische Förderung
  • Wahrnehmung

  • Fein- und Grobmotorik

  • Kooperationen
  • Jugendamt und diverse Beratungsstellen

  • Therapeuten, Ärzte und Psychologen

  • Polizei (Schwerpunkt Verkehrserziehung)

  • Grundschulen und andere Förderschulen (evtl. Rückführungen)

 

Die Mittelstufe (Klasse 5 bis 7)

Der Arbeitsschwerpunkt in der Mittelstufe liegt in der Vermittlung von Kenntnissen und Fertigkeiten aufbauend auf dem jeweiligen Leistungsstand der Schüler. Des Weiteren wird die Erziehungsarbeit fortgeführt, ausgebaut und weiter gefestigt. Dabei wird die eventuelle Rückführung der Schüler in die Hauptschule stets erwogen und abgeklärt.

 

Erziehung

  • Förderung der Persönlichkeitsentwicklung in der Pubertät und Vorpubertät

  • Ausbau und Festigung sozialer Verhaltensweisen

  • Förderung der Eigen- und Fremdwahrnehmung

  • Hilfen zur Identitätsfindung

Unterrichtsinhalte

  • sinnerfassendes Lesen

  • Lektüre von Ganzschriften

  • Rechtschreibung

  • Aufgabenverständnis bei schriftlichen Arbeitsanweisungen

  • freies und kreatives Schreiben

  • schriftliche Rechenverfahren

  • Sachrechnen

  • Maßeinheiten

  • Vermittlung grundlegender Kenntnisse in Geschichte, Erdkunde, Biologie, Physik, Chemie

  • Festigung und Ausbau unterschiedlicher Unterrichtsmethoden: Wochenplan, Werkstatt, Stationsverfahren, Partner- und Gruppenarbeit

  • Integration sensomotorischer Förderung

Lebenspraktische Alltagsbewältigung

  • Hygiene, Ernährung

  • Schlüsselqualifikationen: Pünktlichkeit, Höflichkeit, Respekt, Rücksichtnahme, Ausdauer, Ordnung etc.

Kooperationen

  • Jugendamt, Beratungsstellen

  • Ärzte, Therapeuten, Psychologen

  • Polizei (Radfahrprüfung, Sucht- und Gewaltprävention)

  • Grund- und Hauptschulen, andere Förderschulen

 

Die Oberstufe (Klasse 8 bis 10)

Neben den curricularen Unterrichtsthemen und den Erziehungszielen liegen in der Oberstufe die Schwerpunkte in der Ausformung der Persönlichkeit, der Erziehung zur selbstständigen Alltagsbewältigung sowie dem Übergang Schule-Beruf.

 

Persönlichkeitsentwicklung

Wir unterstützen und bestärken die Schülerinnen und Schüler in ihrer Entwicklung zu mündigen und sozial verantwortlichen Persönlichkeiten (Persönlichkeit/ Stabilität).

  • Förderung der Selbstständigkeit und des Selbstvertrauens / Stärkung der Ich-Identität

  • Kooperation mit dem Jugendamt

  • Begleitung zu Beratungsstellen

  • Kooperation mit AIDS- und Drogenberatung

  • Kooperation mit Polizei

  • Kooperation mit Kirchen und Hilfsdiensten (Caritas, Kolping etc.)

Lebenspraktischer Bereich

Wir unterstützen die Schülerinnen und Schüler auf dem Weg zu mehr Selbst­ständigkeit, um ihnen ein weitgehend selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen.

  • Partnerschaft, Familie, Sexualität, Kinderpflege, Erziehung

  • Hauswirtschaft, Säuglingspflege und -ernährung

  • Wohnen

  • Finanzen

  • Orientierung, Mobilität

  • Hilfen zur Sinnfindung, Lebensgestaltung und Freizeitgestaltung

Berufsvorbereitung

Wir legen Wert auf die Entwicklung von Kompetenzen, die den Anforderungen der späteren Arbeitswelt Rechnung tragen (Schlüsselqualifikationen).

  • Soziales Verhalten (Hilfsbereitschaft, Toleranz, Verantwortungsbewusstsein, Respekt)

  • Arbeitstugenden (Pünktlichkeit, Ausdauer, Ordnung)

  • Zieldifferenzierte Leistungsgruppen (s. Projekt „Homogene Leistungsgruppen“)

  • Erwerb des Förderschulabschlusses

  • Möglichkeit zum Erwerb des Hauptschulabschlusses (spezielle Lerngruppe, Förderunterricht)

  • Außerschulische Lernorte (Praktika, Betriebsbesichtigungen, BIZ, BBW)

  • Kooperation mit der Agentur für Arbeit (Berufsberatung und Eignungstests)

  • Bewerbungstraining (Bewerbungsschreiben, Lebenslauf, Stellenanzeigen)

  • Medienkompetenz (Informationsbeschaffung)

  • Aufbau einer Handlungskompetenz (Förderung zum Selbstständigen Handeln)

 

Klassenübergreifender Unterricht

Neben dem Klassenlehrer-und Stufen-Prinzip finden sich aber auch verschiedene Formen des klassenübergreifenden Unterrichts:

  • Schwimmunterricht in der Unterstufe

  • (Katholischer) Religionsunterricht

  • muttersprachlicher Unterricht für türkische Schüler

  • Verschiedene Arbeitsgemeinschaften der Klassen 5 bis 10

Homogene Leistungsgruppen

Seit dem Schuljahr 05/06 unterrichten wir im Fach Mathematik in so genannten Homogenen Leistungsgruppen. Schülerinnen und Schüler verschiedener Altersstufen und Klassen werden in Gruppen mit etwa gleichem Leistungsstand unterrichtet. Dabei unterscheiden wir zwischen den Leistungsgruppen der Unter-/Mittelstufe und der Oberstufe. Für jede Gruppe jeder Stufe sind bestimmte schulinterne „Bildungsstandards“ festgelegt. Werden diese von einem Schüler erreicht, kann er jederzeit, nach Absprache der beteiligten Lehrer, in die nächste Gruppe wechseln. Mathematikunterricht ist „Kernarbeitszeit“, die Beteiligung fast aller Kollegen am zeitgleichen Unterricht erlaubt bei der derzeitigen Schülerzahl eine Gruppenstärke von 12-14 Schülern. Fünf Wochenstunden Mathematik verteilen sich auf vier Schultage, an einem Tag konnte eine Doppelstunde eingerichtet werden. Die Lernmotivation der Schüler ist seit Einführung der homogenen Leistungsgruppen deutlich gestiegen, die individuellen Lernergebnisse sind in den meisten Fällen deutlich besser, die Lernatmosphäre ist wesentlich angenehmer, ruhiger und damit konzentrierter.

 

Förderplan

Für jeden Schüler, der an der Herbert-Karrenberg-Schule aufgenommen wird, erstellt der jeweilige Klassenlehrer einen individuellen Förderplan, der (mindestens einmal) jährlich aktualisiert wird. Hierbei werden Schwerpunkte und Ziele in der sonderpädagogischen Förderung festgelegt, um somit einen den Bedürfnissen und Fähigkeiten des Schülers optimal angepassten Lernerfolg zu gewährleisten. Durch die regelmäßige Evaluation der Förderpläne hat jede Lehrkraft stets einen Überblick über den momentanen Lernstand des Schülers und kann im Unterricht durch Differenzierung und konkrete Maßnahmen individueller auf den Schüler und dessen Förderziele eingehen.

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